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Zypernkrise und Auswirkungen auf die Einlagensicherung

Sie werden sich fragen, was hat die Zypernkrise mit der Einlagensicherung zu tun und welche Auswirkungen meine ich?

Ganz einfach, es gab gar keine Krise des Landes Zypern, sondern eine Krise der zyprischen Banken. Die Hilfsgelder, am Ende wahrscheinlich deutlich mehr als die 23 Milliarden, die jetzt im Raum stehen, dienen zur Rettung des zyprischen Bankensystems. Dies trifft auf alle großen und kleinen Krisen seit 2008 zu, wir haben eine Bankenkrise, keine Eurokrise.

Ja aber was hat das jetzt mit der Einlagensicherung zu tun und warum betrifft das auch deutsche Sparer?

Bei allen Hilfsmaßnahmen seit 2008 ist immer die Gemeinschaft mit Hilfsmitteln herbeigeeilt, um marode Banken zu retten (Irland, Griechenland), ein sogenannter „Bail-Out“. Die Eigentümer und Gläubiger der Banken wurden meistens verschont, um den Glauben in das weltweite „Finanzsystem“ zu retten.

In Zypern hat man diesen Pfad nun verlassen und einen sogenannten „Bail-In“ gemacht. Ich denke unsere Politiker haben hier einen Versuchsballon  gestartet, um zu sehen wie die Presse und die Finanzwelt reagiert, wenn zum ersten Mal auch die Sparer zur Kasse gebeten werden.

Obwohl unsere Kanzlerin sehr plakativ versprochen hat, die Spareinlagen der Deutschen sind sicher, glaube ich nicht, dass Sie das ernst  gemeint haben kann, denn der deutsche Staat ist finanziell nicht in der Lage das Vermögen von mehr als 5 Billionen Euro der Deutschen zu garantieren. Das sollte jedem klar sein.

Wie ist es nun um die so viel gerühmte deutsche Einlagensicherung bestellt – sehr dürftig. Zumal gerade an einer europäischen Einlagensicherung gebastelt wird und somit die deutsche Einlagensicherung noch weiter ausgehöhlt wird.

Rein rechtlich besteht ein Sicherungsanspruch bis 100.000 Euro, auf alle Versprechen darüber hinaus besteht kein Rechtsanspruch. Es sind lediglich Versprechen der diversen Einlagensicherungssysteme. Obwohl ich kein großer Freund der Sparkassen und Volksbanken bin, halte ich diese dezentral aufgestellten Banken für wesentlich solider als eine Deutsche Bank oder Commerzbank.

Weiteres Ungemach droht auch von europäischer Seite, der Binnenkomissar Michel Barnier plant ein neues Gesetz, das die Haftung der Sparer für Ihre Bank weiter ausdehnt, siehe Spiegelartikel.

Sie sollten sich also sehr genau anschauen und prüfen, welcher Bank Sie Ihr Geld anvertrauen, wie das Geschäftsmodel Ihrer Bank aussieht und welche Risiken darin schlummern. Denn im Krisenfall haften Sie mit Ihren Einlagen über 100.000 Euro für die Fehler Ihrer Bank. Hierzu zählen Girokonten, Sparbücher, Tages- und Festgelder.

Eine Ausnahme bilden hier die Wertpapierdepots, da diese ein Sondervermögen darstellen und nur treuhänderisch von der Bank verwahrt werden und nicht unter die Einlagen fallen.

Alle Details und Fallgruben für Sie als Anleger darzustellen würde den Rahmen diesse Artikels sprengen.
Deshalb kann ich Ihnen nur empfehlen, suchen Sie sich einen unabhängigen Finanzberater, am besten einen, der Sie auf Honorarbasis berät und lassen Sie sich Lösungen aufzeigen, die genau zu Ihrer individuellen Situation passen.

Einen passenden Berater in Ihrer Nähe finden Sie sicherlich bei Bundesweite Honorarberatung oder tiefer gehende Informationen zum Thema „unabhängige Beratung auf Honorarbasis“ auf meiner Homepage.

In den nächsten Wochen werde ich das Thema, wie kann ich mein Vermögen in diesen unruhigen Zeiten sichern, schützen und erhalten, noch weiter vertiefen.

 

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