Altersvorsorge, Finanzberatung, Versicherungen
Schreibe einen Kommentar

Wenn die Lebensversicherung nur noch kostet: Wie Sie die Kosten reduzieren können

Lange Zeit galt sie als Garant für verlässliche Leistungen und Zinsen, die zumindest ein paar kleine Glücksgefühle aufkommen ließen. Die Lebensversicherung. Doch die Finanzkrisen der letzten Jahre zog auch an ihr nicht spurlos vorbei. Und so dümpelt die Lebensversicherung heute ebenso vor sich hin wie zahlreiche andere Finanzprodukte, die kaum noch etwas abwerfen oder sogar zu Verlustgeschäften geworden sind.
Was also tun?

Weg mit dem Müll! Wirklich?

Zahlreiche Gerichtsurteile haben zwar die Kunden von Lebensversicherungen gegen zu hohe Verluste im Falle einer Kündigung geschützt. Doch wie man es auch dreht und wendet, die Kündigung bleibt ein Verlustgeschäft. Aus Kundensicht ist also der finale Weg der Kündigung nach wie vor nicht zu empfehlen. Und auch gar nicht nötig, denn es gibt andere Ansätze.

Im Vertrag sparen

Haben Sie sich Ihren Lebensversicherungsvertrag einmal genauer angesehen in letzter Zeit? Dann stellt sich womöglich heraus, dass in ihm Zusatzversicherungen schlummern, zum Beispiel eine Versicherung für den Fall des Unfalltodes. Die kann weg. Wenn Sie es sich leisten können, ist unter Umständen auch die Umstellung der Zahlweise sinnvoll. Begleichen Sie Ihre Beiträge nicht in monatlichen Raten, sondern als Einmalzahlung fürs Jahr, fallen Zuschläge für die Ratenzahlung weg.
Auch die Beitragsreduzierung könnte eine Option sein. Fragen Sie Ihre Versicherung, ob diese möglich ist. Sollte das nicht der Fall sein, können Sie die Versicherung auch ruhen lassen. Allerdings fällt in diesem Fall die künftige Leistungssteigerung naturgemäß weg.
Wenn es finanziell gerade etwas eng bei Ihnen ist, besteht auch die Möglichkeit, die Lebensversicherung zu beleihen. Dafür sind zwei Voraussetzungen zu erfüllen, erstens müssen Sie bereits mindestens 5.000 Euro angespart haben und zweitens können Sie nur maximal 90 Prozent des Rückkaufswertes beleihen.
Fehlt noch die Stundung des Vertrages. Die ist in der Regel für ein bis zwei Jahre möglich, die Lebensversicherungen lassen sich diese aber auch bezahlen.

Verkaufen statt kündigen

Neu ist das Modell ist, aber viele Kunden stehen ihm dennoch skeptisch gegenüber. Statt die Lebensversicherung zu kündigen, können Sie sie auch auf dem Zweitmarkt verkaufen. Dafür müssen jedoch bereits mindestens 10.000,- Euro angespart worden sein und der Vertrag noch mindestens 10 Jahre laufen.
Falls Sie diese Prämissen erfüllen, ist der Verkauf auf dem Zweitmark durchaus rentabel, zumindest rentabler als die Kündigung. Denn die Policen-Händler zahlen in aller Regel 15 Prozent mehr als den Rückkaufwert der betreffenden Lebensversicherung. Für die Händler lohnt sich das Geschäft trotzdem, denn sie warten meist bis zum Ende des Vertrages und lassen sich die Leistungen dann auszahlen.
Das nennt man dann wohl eine typische Win-Win-Situation.

Wie gefällt Ihnen dieser Beitrag?
Danke!Vielen Dank!Das war interessant!Das war nützlich und gut!Sensationelle Information! (Noch keine Wertung)

Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.