Finanzberatung, Kapitalanlage
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Was kostet die Welt? Und wer bezahlt das?

Was kostet die Welt? Und wer bezahlt das?In der heutigen Zeit steht immer wieder die Frage im Raum, womit sich eigentlich noch Geld verdienen lässt. Und was man tun muss, um Geldanlagen zu tätigen, die den ruhigen Schlaf nicht stören. Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht. Aber ziemlich fantasievolle Ideen.

Die klassische Rentenversicherung hat ausgedient, so scheint es. Magere Renditen und eine schlechte Presse sowie kritische Töne von Finanzexperten können einem die Lust an der Renten- und Lebensversicherung von Grund auf vermiesen. Alternativen gibt es durchaus, aber sie sind oft nicht so populär und vielen Anlegern kaum bekannt. Auf der Suche nach wirksamen Alternativen greifen Anleger zu teils merkwürdig anmutenden Mitteln. Und zur Flasche, gewissermaßen.

Whisky als Geldanlage?

Was ist auch morgen oder übermorgen noch etwas wert? Womit erzielt man gute Preise, selbst wenn das Wirtschafts- oder Finanzsystem sich auf den Abgrund zu bewegt?
Mit Oldtimern. Sagen die einen.
Mit Kunst. Sagen die anderen.
Wieder andere setzen auf historische Musikinstrumente oder auf einen guten Tropfen Whisky. Für den kann man schon mal 470.000 Euro ausgeben. So geschehen mit einem 6-Liter-Fass der Marke „Macallan M“ auf einer Auktion in Hongkong.
Und auch für schicke alte Autos, Kunst oder einer echten Jimi Hendrix-Gitarre werden Spitzenpreise erzielt. Allerdings muss findigen Anlegern klar sein, dass der Markt hier übersichtlich ist. Stradivaris zum Beispiel können mit jährlichen Renditesteigerungen von bis zu 12 Prozent punkten, was wirklich beeindruckend ist. Doch die Zahl dieser noblen Instrumente ist nun einmal begrenzt.

Sind Exoten als Geldanlage überhaupt nötig?

Zugegeben, die Renten- und Lebensversicherung ist in die Jahre gekommen, die Entwicklungen auf den Finanzmärkten haben zu einschneidenden Einbußen geführt, die Anleger zu Recht skeptisch werden lassen. Dennoch sollte man sich von oberflächlichen Erkenntnissen nicht allzu schnell beeindrucken lassen. Ein Blick auf die Ölpreise zeigt das eindrucksvoll. Die stiegen in der Vergangenheit immer dann an, wenn es Krisen auf der Welt im Allgemeinen und im Nahen Osten im Besonderen gab. Davon haben wir derzeit aber eine ganze Menge, und die Krise in der Ukraine kommt noch hinzu. Nur steigen im Zuge dessen die Ölpreise nicht an, im Gegenteil, sie sind sogar gefallen.
Die Frage, wie das denn kommen mag, liegt nahe. Sie ist komplex, sodass eine schnelle Antwort nicht möglich ist. Aber die Außenpolitik der USA spielt in die Ölpreisentwicklung mit hinein, so viel kann man sagen. Alleine die Aktivitäten im Bereich der Schiefergasförderung wirken sich auf den Weltmarkt Öl und auf dessen Preis aus.
Man müsste tief in die Materie einsteigen, um das Beispiel des Ölpreises bis auf den Grund zu analysieren. Deutlich wird jedoch dadurch, dass fast nichts auf den zweiten Blick so ist, wie es auf den ersten scheint. Man muss nur wissen, was zu tun ist, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Vor dem Investieren kommt die Zeit des Lernens und der Ausbildung. Schließlich ist für das Anlegen von Geld zunächst einmal das Erwirtschaften von finanziellen Mitteln nötig. Wer studiert, hat dabei durchaus gute Chancen, später einmal ein gutes Auskommen zu haben, auch wenn ein Studium sicher kein Selbstgänger fürs Geldverdienen ist. Man sollte nicht nur auf gute Noten und einen vernünftigen Abschluss achten, sondern möglichst mindestens einen Auslandsaufenthalt vorweisen können. Neben dem Studium ist natürlich auch eine Ausbildung denkbar, spätere Fortbildungen im Beruf können ebenfalls zu steigenden Einnahmen beitragen.
So oder so: Es gibt eine Menge Arbeit, bevor man sich für eine passende Geldanlage entscheiden kann, seien es Finanzprodukte oder das Investment in die hier beschriebenen Exoten.
Ein Blick auf das Taschengeld von Grundschülern macht das deutlich. Die bekommen durchschnittlich pro Woche 2,69 Euro. Je größer die Kinder werden, desto höher fällt natürlich dann auch das Taschengeld aus. Aber um große Sprünge machen zu können, muss der Nachwuchs früher oder später selbst aktiv werden. Die Aussicht auf einen gepflegten Oldtimer oder ein wertvolles Musikinstrument in späteren Jahren mag Kinder und Jugendliche vielleicht sogar motivieren. So gesehen ist erlaubt, was funktioniert.

 

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1 Kommentare

  1. Hallo Peter,

    interessanter Beitrag. Auf dem Schlauch stehen heute die, die früher nicht eingezahlt haben, weil sie Hausfrauen waren oder andere Menschen betreut haben. Früher war es ja meistens der Mann, der arbeiten gegangen ist. Die Frauen stehen heute oft mit einer kleinen Rente da, weil sich früher keiner Gedanken um eine Private – Altersvorsorge gemacht hat, oder es sich nicht leisten konnte.

    Gruß

    Steven

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