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Unternehmervollmacht: Wenn nichts mehr geht

Das Thema Patientenverfügung oder Versorgungsvollmacht ist nicht mehr neu. Und immer mehr Menschen entschließen sich dazu, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen. Doch die Unternehmervollmacht hat es noch nicht ins Bewusstsein der Vielzahl der Menschen geschafft. Was fatale Folgen haben kann.

Was tun, wenn nichts mehr getan werden kann?

Im günstigsten Fall ist für eine Vertretung oder Nachfolge gesorgt, wenn der Firmeninhaber – aus welchen Gründen auch immer – mittel- oder langfristig ausfällt. Doch zuweilen funktionieren die „hausgemachten“ Lösungen nicht. Wenn zum Beispiel die notwendige Qualifikation fehlt (Meistertitel oder ähnliches), kann eine interne Regelung überhaupt nicht in die Realität umgesetzt werden. Doch wie lässt sich dieses Problem beheben?

Fragen, Fragen. Und noch mehr Fragen

Ob bei vorübergehendem oder langfristigem Auswahl, zahlreiche Fragen müssen beantwortet werden. Neben der, wer überhaupt die Vertretung übernehmen darf, kommen weitere hinzu, zum Beispiel die, zu was ein Vertreter überhaupt berechtigt ist. Ob die bestehenden Versicherungen auch für ihn gelten. In welchem Rahmen Entscheidungen finanzieller Hinsicht getroffen werden dürfen. Ob er Kredite aufnehmen oder Arbeitnehmer entlassen darf. Diese und weitere Fragen können ans Nervenkostüm gehen, wenn man als Unternehmer erst einmal beginnt, sich damit zu beschäftigen.

Wenn die Krankheit sich durchsetzt

Eine besondere Situation entsteht, wenn sich herausstellt, dass der Ausfall nicht vorübergehend, sondern dauerhaft ist. Entweder weil der Firmeninhaber schwer erkrankt oder sogar stirbt. Die Nachfolgeregelung muss getroffen werden, was zahlreiche Hindernisse und viel Bürokratie mit sich bringt.
Noch komplizierter wird es, wenn sich zwei Geschäftsführer ein Unternehmen teilen und einer der beiden verstirbt. Handelt es sich um eine GmbH oder eine andere Gesellschaftsform, ist zu klären, was der verbliebene Firmeninhaber behält. Insbesondere dann, wenn der Verstorbene eine Ehefrau hat. Vielleicht möchte diese ihren Anteil an der Firma verkaufen. Ist aber überhaupt genügend Geld da, um die zweite Firmenhälfte vom anderen Firmenchef aufzukaufen? Und wie verhält es sich eigentlich mit der Erbschaftssteuer?

Ohne Hilfe geht es nicht

Nun, vielleicht ist die Aussage, dass die Vertretungs- oder Nachfolgeregelung ohne professionelle Hilfe nicht möglich ist, ein wenig gewagt. Es wird sicher Menschen geben, die sich entweder gut auskennen oder bereit und in der Lage sind, sich umfassend selbst zu informieren.
Ratsam ist aber generell schon die Inanspruchnahme fachkundiger Hilfe, zum Beispiel durch einen Anwalt. In jedem Fall sollten Firmeninhaber sich rechtzeitig mit dieser Thematik befassen. Denn wie so oft in vergleichbaren Situationen ist es schneller zu spät als man denkt. Auch wenn das natürlich niemandem zu wünschen ist. Im besten Fall war alle Vorbereitung umsonst, notwendig ist sie aber auf jeden Fall.
Für eine umfassende Planung des Notfalles, sollten Sie Ihren Steuerberater, Anwalt und Finanzplaner zu Rate ziehen. Gemeinsam können Sie eine optimale Lösung für Sie ausarbeiten.

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