Finanzen allgemein, Geldanlage
Schreibe einen Kommentar

Sparen für den Nachwuchs: Ein sinnloses Unterfangen?

Sparen für den Nachwuchs: Ein sinnloses Unterfangen?

Kennen Sie den?
Mutter: „Ach, mein Junge, Dir soll es mal besser gehen als mir.“
Zwanzig Jahre später geht es dem Jungen tatsächlich besser als früher seiner Mutter. Darauf sie: „So gut wie Du möcht‘ ich es auch mal haben!“

Wie man es macht, macht man es falsch, oder? Im Falle unseres Jungen, der es später schafft, trifft das definitiv zu, die Mutter ist nicht zufrieden, egal, wie es läuft. Doch heute stellt sich Eltern eine ganz andere Frage: Wie soll man überhaupt dafür sorgen, dass es dem Nachwuchs später besser geht? Die Zinsen sind am Boden, die Aussichten entsprechend schlecht.
Doch Aufgeben ist keine Option.

Nicht zu lange warten

Je früher Eltern anfangen, für die Kleinen Geld beiseite zu legen, desto besser die Chancen, dass auch in Zeiten niedriger Zinsen etwas daraus wird. Der beste Zeitpunkt ist naturgemäß die Geburt, quasi als erstes Geburtstagsgeschenk kann schon dem Säugling eine kleine Geldanlage in die Wiege „gelegt“ werden.

Dran bleiben!

Geldanlage bedeutet meist auch, Aufs und Abs zu durchleben. Das ist nichts für schwache Nerven, sollte man meinen. Aber im Fall der Anlage für den Nachwuchs lässt sich die Sache recht entspannt angehen. Denn wer schon sehr früh mit dem Sparen beginnt, kann durchaus ein leicht erhöhtes Risiko fahren. Schließlich gleichen sich Schwankungen am besten aus, je länger die Ansparphase dauert. Das bedeutet, dass selbst in Zeiten übersichtlicher Renditen die Aussichten auf attraktive Erträge gar nicht so schlecht stehen. ETFs sind ein gutes Beispiel für eine gelungene Geldanlage für Kinder.

Vertrauen ist gut …

… Kontrolle besser, insbesondere, wenn es um das eigen Kind geht. Viele Eltern neigen dazu, die Geldanlage auf den Namen des Kindes einzurichten. Das hat den Charme, dass die Steuerfreibeträge für das Kind voll ausgeschöpft werden können. Zudem gehört das Geld ja eh dem Kind. Einerseits.
Andererseits machen Kinder nun mal auch Unsinn. Insbesondere die Pubertät ist naturgemäß eine ziemlich schwierige Zeit, in der leider auch manchmal die falschen Weichen gestellt werden. Wenn der Nachwuchs an seinem 18. Geburtstag vielleicht gerade eine Sekte favorisiert, der er sein Geld spenden will oder so etwas wie eine Shopping-Sucht entwickelt hat, kann man dem nicht entgegenwirken, wenn der Name des Kindes im Vertrag steht. Das Geld ist womöglich schneller weg als ein Lämmlein mit dem Schwanz wackeln kann.
In diesem Sinne ist es letztlich vernünftiger, den eigenen Namen unter den Sparvertrag zu setzen. Sicher ist sicher. Besonders wenn es ums Sparen geht.

 

Wie gefällt Ihnen dieser Beitrag?
Danke!Vielen Dank!Das war interessant!Das war nützlich und gut!Sensationelle Information! (Noch keine Wertung)

Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.