Altersvorsorge, Beratung auf Honorarbasis, Versicherungen
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Sind fondsgebundene Lebensversicherungen der Ausweg?

Man plaudert kein Geheimnis aus, wenn man festhält, dass die Situation der Lebensversicherungen alles andere als komfortabel ist. Im Gegenteil, seit Jahren sinken die Erträge dieses Klassikers der Altersvorsorge. Schlechte Investments der Versicherungsgesellschaften auf der einen und Zinsen auf Rekordtief auf der anderen Seite erzeugen bei Kunden nicht gerade Enthusiasmus.
Da kommen fondsgebundene Lebensversicherungen gerade richtig, oder?
Nun, ein „Jein“ passt als Antwort am besten.

Neue Wege, neue Fonds?

Jeder Versicherungsvermittler oder Makler weiß, dass er in Erklärungsnot gerät, wenn er seinen Kunden heute noch eine klassische Lebensversicherung verkaufen will. Jene, die völlig „schmerzfrei“ sind (und davon gibt es genug) machen es trotzdem und wedeln mit Hochglanzbroschüren herum, als seien sie pures Gold. Andere, die verantwortungsvoller agieren, suchen nach Alternativen, die sie ihren Kunden anbieten können. Die wiederum lechzen geradezu nach renditestarken Produkten und lassen sich nur zu gern von der fondsgebundenen Lebensversicherung überzeugen. Das sollten sie besser lassen. Oder zumindest sehr genau hinschauen.

Fondsgebundene Lebensversicherungen: Außen hui …

… innen pfui?
Nun, so weit muss man nicht unbedingt gehen, denn Verallgemeinerungen sind nie gut. Doch die Ratingagentur „Feri“ hat sich eine Vielzahl von fondsgebundenen Produkten einmal näher angesehen. Und kam zu ernüchternden Schlüssen. 51 Lebensversicherer und gut 2.800 Fondprodukte nahm sich Feri vor und analysierte deren Qualität. Auch Bestandskunden können sich freuen. Feri untersuchte von 71 Versicherungen rund 7.100 Fonds aus dem Bestand.
Das Ergebnis war trist. Nur ca. 46 Prozent der untersuchten Fonds konnten immerhin eine gut Einschätzung der Prüfer erzeugen. Im Bestand waren es noch weniger, 41 Prozent. Eine sehr überschaubare Anzahl an fondsgebundenen Lebensversicherungen brachte es auf die Note 2, die Note 1 konnte kein einziges Produkt erzielen.

Große Namen, viel Sicherheit?

Wer auf große und etablierte Namen setzt, sollte doch wohl auf der sicheren Seite sein, oder?
Das könnte man meinen, doch dem ist nicht (automatisch) so. Kleine Fonds können durchaus mit starken Renditen punkten, allerdings ist die Gefahr, dass ein kleiner Anbieter wegen mangelnder Profitabilität seinen Fonds schließen muss, nicht zu unterschätzen. Es gibt hier also keine goldene Regel. In jedem Fall ist es jedoch empfehlenswert, bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung einen Anbieter auszuwählen, der es seinen Kunden überlässt, in welche Fonds investiert wird. Zumindest aber sollte er ein breites Spektrum anbieten.

Bloß nicht blenden lassen!

Es kann durchaus lohnend sein, sich statt für die klassische für eine fondsgebundene Lebensversicherung zu entscheiden. Wie wir eben festgestellt haben, sind sie aber nicht der Heilsbringer, unter den man bedenkenlos seine Unterschrift setzen sollte. Bei der Auswahl einer fondsgebundenen Lebensversicherung ist mehr Sorgfalt denn je gefragt. Denn auch wenn die Erträge für klassische Lebensversicherungen schwach sind, sie bieten immerhin noch die Garantieverzinsung (auch die die zugegebenermaßen depressive Züge trägt).
Solche „Sicherheiten“ gibt es bei fondsgebundenen Lebensversicherungen nicht, also sollte man sich sehr gut überlegen, wem man sein Vertrauen schenkt.

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