Absicherungen, Beratung auf Honorarbasis, Versicherungen
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Selbstständig und Sie kennen die VBG nicht, sollten Sie aber!

Es erstaunt mich immer wieder, dass die wenigsten Selbstständigen, GmbH-Geschäftsführer, ja sogar Steuerberater die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) nicht kennen.

Machen Sie sich auch gelegentlich  Gedanken, ob Ihre Absicherung im Falle von Invalidität, Tod oder Krankheit ausreicht. Die meisten kennen das Krankentagegeld, die Berufsunfähigkeitsversicherung oder die Unfallversicherung.

Alle Selbstständigen, die nicht einer speziellen Berufsgenossenschaft (auch dort ist eine freiwillige Mitgliedschaft möglich) angehören, können sich freiwillig bei der VBG absichern. Durch die freiwillige Mitgliedschaft bei der VBG ist die gesamte Arbeitszeit des Selbstständigen abgesichert. Er erhält im Leistungsfall ein monatliches Verletztengeld, Rente wegen Erwerbsunfähigkeit, Witwenrente und sogar Waisenrente und das je nach Einstufung des Berufsrisikos ab einem Jahresbeitrag von 200,- €.

Ich empfehle meinen selbstständigen Mandanten grundsätzlich die Absicherung bei der VBG als Basisabsicherungen und dann als Ergänzung die Möglichkeiten der privaten Absicherung, je nach persönlichem Sicherheitsbedürfniss und dem tatsächlich vorhandenen Risiko.

Ich bin selbst schon seit über zehn Jahren freiwilliges Mitglied bei der VBG und bezahle 274,- € im Jahr für folgende Absicherung:

Höchstversicherungsumme:         84.000,- €
Verletzengeld:                                5.600,- € mtl.
100% Erwerbsunfähigkeitsrente: 56.000,- € p.a.
Kleine Witwenrente:                     25.200,- € p.a.
Waisenrente:                                16.800,- € p.a.

Diese Leistungen bekomme ich bei keinem privaten Anbieter für diesen Jahresbeitrag.

Es wird höchste Zeit, das Sie sich mit der VBG beschäftigen, alle Informationen zur freiwilligen Mitgliedschaft finden Sie hier oder rufen Sie mich einfach an.

2 Kommentare

  1. Wehmeier, Hans-Joachim sagt

    Sehr geehrter Herr Hieber,

    ich bin durch Zufall auf Ihre web Seite gekommen – und traute meinen Augen nicht bei Ihrem Statement hinisichtlich der VBG. Ich war seit über 35 Jahren bei der VBG freiwillig mit dem Höchstsatz als Musiker (Pianist) versichert. Nach zwei schweren Berufsunfällen – von der VBG als solche anerkannt – und mehreren Operationen befanden alle Gutachter, daß ich in meinem Beruf nicht mehr werde tätig sein können, also Berufsunfähig. Auch der Gutachter der VBG befand letztlich auf BU. Die Gutachten vorab der VBG sahen mich zu 100% wiederhergestellt. Die VBG zahlte mir Verletztengeld innerhalb der vorgesehenen Regelung. Der von mir gestellte Antrag auf eine Verletztenrente wurde dahingehend abgelehnt, daß ich zwar zu 100% BU bin, aber im Rahmen der Erwerbsunfähigkeit keine 20% Beeinträchtigung hätte. Also keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente habe. Ein Gutachten des AMD,daß eine Erwerbsminderung von ca. 35% vorliege wurde von der VBG mit einem Gegengutachten beantwortet. Die besondere Stellung meines Berufes wurde von der VBG nicht anerkannt. Mittlerweile liegt der Fall zur Klärung seit 3 Jahren bei dem Sozialgericht. Daß ich kein Einzelfall bin belegen die Foren im Internet. Jedes positive Gutachten für den Versicherten wird durch ein Gefälligkeitsgutachten pro VBG widerlegt. Wir haben einen Fall, bei dem die VBG 14 Jahre dieses unwürdige Spiel betrieben hat. Auf unserer letzten Tagung wurden alle Agenturen und Verbände informiert, unseren Berufsstand vor Abschlüssen bei der VBG zu warnen. Für den Beitrag, den wir in der Gefahrenklasse zahlen müssen, ist ein Abschluss bei einem privaten Versicherer wesentlich sinnvoller.
    Mit freundlichen Grüßen
    H.J. Wehmeier

    • Sehr geehrter Herr Wehmeier,

      die Absicherung über die VBG hat wie alle Invaliditätsabsicherungen Ihre Probleme im Leistungsfall. Dies ist bei der BU-Versicherung genauso,
      hier gibt es die gleichen Fälle der Verweigerung. Ich empfehle die VBG ja nicht als einziges Mittel zur Invaliditätsabsicherung,
      sondern nur in einer Gesamtlösung aus verschiedenen Maßnahmen, überwiegend bei GmBH-Geschäftsführern als Zusatzabsicherung, die
      zudem sehr preisgünstig ist. Ich bezahle für 84.000 EUR Versicherungssumme nur 280 EUR p.a.. Bei höheren Gefahrenklassen sieht das
      natürlich anders aus.

      Grüße Peter Hieber

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