Beratung auf Honorarbasis, Finanzplanung
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Ruhestandsplanung: Mehr als ein Blick in die Glaskugel (Teil 1)

Ruhestandsplanung: Mehr als ein Blick in die Glaskugel

Immer mehr Menschen erkennen, dass die Frage der Geldanlage keine ist, die zwischen Tür und Angel besprochen werden sollte. Für viele Versicherungsvertreter ist das keine gute Nachricht, verkaufen sie doch gern Produkte, die ihnen schnelles (und gutes) Geld bringen. Doch viele Investitionen haben sich in der Vergangenheit als wenig nachhaltig erwiesen, so dass sich der Begriff Ruhestandsplanung oder auch Finanzplanung immer größerer Beliebtheit erfreut. Doch was genau steckt dahinter?

Planung hört nie auf

Der Unterschied zwischen gewissenhafter Finanzplanung und kurzfristigem Verkaufen besteht im Wesentlichen in der langfristigen Perspektive. Ein Finanzprodukt beim Kunden zu platzieren, ist relativ einfach, ein paar Hochglanzbroschüren, satte Zinserwartungen und der „sympathische Berater“ verdecken jedoch wichtige Fakten. Denn was heute richtig ist, muss es morgen noch lange nicht sein. Der Status eines Kunden ändert sich im Leben mehrfach. Als junger Mensch in der Ausbildung oder im Studium braucht man naturgemäß etwas anderes als später, wenn man sich im Beruf etabliert und vielleicht Familie hat. Ruhestandsplanung bedeutet daher, einen Blick für aktuelle Entwicklungen zu haben und Veränderungen im Lebensstil oder den Rahmenbedingungen der finanziellen Planung anzupassen.

Planen nach dem Lebenszyklus-Konzept

Das Lebenszyklus-Konzept orientiert sich an fünf Phasen, in denen sich der Mensch im Laufe der Zeit befindet. Diese Phasen heißen: Ausbildung, Berufsstart, Familienphase, berufliche und soziale Etablierung, Ruhestand. Das Konzept unterscheidet zudem zwischen der Kapitalanlage und dem Kapitalbedarf. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, denn so nobel auch der Ansatz ist, durch gezielte Geldanlagestrategien Kapital aufzubauen, so notwendig ist das Erkennen des Kapitalbedarfs. Schon mit dem Einzug in die erste Wohnung wird Geld benötigt. Für Umzug, Renovierung, Möbelkauf oder auch die Kaution. Wer bereits in früher Jahren Geld langfristig anlegt, wird hier womöglich Probleme bekommen. Denn wenn kein Geld für die eigene Wohnung da ist, beruhigt der finanzielle Puffer fürs Alter nur wenig. Später werden die Anschaffungen größer, vielleicht eine eigene Immobilie. Auch das muss gut geplant sein, es ist ein großer Schritt, der Fehler in aller Regel nicht verzeiht. Eine gute Finanzplanung berücksichtigt Ausgaben und Einnahmen und schafft eine sinnvolle Ausgewogenheit.

Niedrige Zinsen: Kauf, kaufen, kaufen?

Der Unterschied zwischen kurz- und langfristiger Finanzplanung wird an den eigenen vier Wänden sehr anschaulich. Für den bereits beschriebenen „sympathischen Berater“ bedeutet eine Immobilienfinanzierung eine üppige Provision. Er neigt daher im Zeitalter niedriger Zinsen dazu, seinen Kunden einen Immobilienkauf zu empfehlen. Das mag gar nicht falsch sein, aber zu den niedrigen Zinsen kommen steigende Immobilienpreise. Das bedeutet höhere monatliche Belastungen bei der Abzahlung. Eine seriöse Finanzplanung bezieht alle aktuellen und künftigen Faktoren mit ein und berät auf dieser Grundlage.
Dazu gehören auch Details wie beispielsweise die Inflation. Dazu mehr im zweiten Teil.

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