Beratung auf Honorarbasis, Finanzsystem, Private Finanzplanung, Vermögenserhalt
Schreibe einen Kommentar

Roboter als Anlageberater: Weit weg von nah dran am Menschen

Ja, wem kann man denn noch trauen? Das fragen sich zahlreiche Sparer und Anleger, die auf der Suche nach ertragreichen Finanzprodukten sind. Alleine das ist ja in Zeiten mickriger Zinsen schon eine Herausforderung. Doch dann noch einen Berater zu finden, der seinen Namen auch verdient, das grenzt an eine Herkulesaufgabe. Sind Roboter womöglich die Lösung des Problems?

Warum setzen heute Menschen auf die Finanzberatung via Roboter? Nun, weil sie es können. So sind die Menschen eben, alles, was möglich ist, wird probiert. Nicht selten allerdings, ohne die Folgen zu bedenken oder auch nur zu ahnen, wie diese aussehen können. Im Falle der automatisierten Anlageberatung steckt aber noch etwas mehr dahinter. Dafür müssen wir unseren Blick nach Großbritannien wenden.

Schluss mit hohen Provisionszahlungen!

Im Prinzip war der Schritt, den die Engländer vor drei Jahren gemacht haben, gut und richtig. Sie verhängten damals nämlich ein Provisionsverbot. Somit müssen in Großbritannien Anleger heute ihre Berater direkt bezahlen. Gerade Kleinsparer fühlen sich mit der neuen Praxis allerdings unwohl. Für einen überschaubaren Anlagebetrag rund 150,- Euro an den Berater zu zahlen, erscheint vielen zu hoch. Nun könnte man eine nachvollziehbare Rechnung aufstellen, die Provision und Beratungsgebühr übersichtlich gegenüber stellt. Das ist aber eine andere „Baustelle“, hier geht es vielmehr darum, wie die Briten mit der Situation umgehen.

Finanzberatung, ganz pragmatisch

Finanzberatung mittels Roboter boomt. Nicht nur in Großbritannien, auch in Deutschland kommen „Berater“ auf den Markt, die weder essen noch schlafen müssen. Ihre Analysen sind emotionslos, und genau das scheint ihre Stärke zu sein. Während Menschen immer auch ihre persönlichen Präferenzen mit einbringen, gehen Roboter an diesem Punkt ganz pragmatisch vor. Ein auf den ersten Blick ganz klares Plus, das sich jedoch bei genauerem Hinsehen als Schwachstelle entpuppt.

Unfertige Roboter machen unfertige Arbeit

Wenngleich Roboter ihre Vorschläge auf logischen Annahmen machen – sie folgen einem Algorithmus, der nach“empfinden“ soll, was ein guter menschlicher Berater machen würde -, perfekt sind sie nicht. Im Gegenteil, derzeit gehen Experten davon aus, dass die Algorithmus eines Roboters gerade einmal 15 Prozent dessen bietet, was ein erfahrener (menschlicher) Profi kann.
Das macht die Lücken deutlich, mit denen wir es zu tun haben, wenn wir uns von Maschinen beraten lassen. Nachlassfragen oder steuerliche Aspekte blendet der Roboter bei seiner Beratung beispielsweise völlig aus. Sie gehören aber zu einer umfassenden Beratung und sind unabdingbar, um ein schlüssiges Gesamtbild zu erzeugen.

Apotheker statt Arzt?

Wie gefällt Ihnen dieser Beitrag?
Danke!Vielen Dank!Das war interessant!Das war nützlich und gut!Sensationelle Information! (Noch keine Wertung)

Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.