Kapitalanlage, Vermögenserhalt
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Niedrige Zinsen: Geld für den Sparstrumpf?

Leicht populistisch hat die Politikerin Sahra Wagenknecht vor einigen Wochen geschrieben, die Sparer könnten beim aktuellen Zinsniveau auch gleich den Sparstrumpf benutzen. Das allerdings hätte selbstverständlich keine positive Auswirkungen, weil das Bargeld in der dunklen Socke an Wert verliert, man also Minuszinsen hinnehmen müsste. Doch was ist zu tun in der Phase des Niedrigzinses?

Die Allianz Versicherung formulierte es weniger populistisch, besser klingt es dadurch jedoch auch nicht. Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) verhängten niedrigen Zinsen führen laut Allianz zu Milliardenverlusten bei Anlegern. Der Vermögensreport des Versicherers kam zum Ergebnis, dass im letzten Jahr insgesamt 5,8 Milliarden Euro Verluste in den Büchern der Sparer zu verzeichnen waren. Bei Betrachtung des Einzelfalls klingt es weniger dramatisch. „Nur“ 71 Euro pro Kopf und Jahr Verlust rechnete die Allianz aus. Hochgerechnet allerdings ist das durchaus besorgniserregend.
Was also ist zu tun?

Zum Anlegen „in den Keller gehen“?

Anleger haben derzeit wenig Grund zum Lachen, und wenn, dann gehen sie dafür nicht selten in den Keller, weil die Lage so traurig ist. Im Keller befinden sich nämlich auch die Zinsen, was mit der Inflation zusammenhängt. Das hat Folgen, die gravierend sein können. Experten sehen nicht nur die niedrigen Zinsen als Gefahr, sondern befürchten darüber hinaus eine Deflation. Die entsteht, wenn das Preisniveau einen anhaltenden Rückgang erfährt und die Nachfrage geringer ist als das Angebot. Deflation wird in der Regel in einem Atemzug mit einer wirtschaftlichen Depression genannt. Nun muss man nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Aber die aktuellen niedrigen Zinsen kann man nun einmal auch nicht einfach vom Tisch wischen. Lösungen sind gefragt.

Aktien oder Staatsanleihen?

Im Straßenverkehr gilt: Sicherheit geht vor. Viele Anleger haben sich dieses Motto ebenfalls auf ihre Fahne geschrieben und legen traditionell ihr Geld am liebsten dort an, wo es zwar keine exorbitanten, aber recht sicheren Renditen gibt. Das sieht beim derzeitigen Zinsniveau allerdings schlecht aus. Alleine Bundesanleihen waren im Januar diesen Jahres gerade einmal in der Lage, 2 Prozent Zinsen zu generieren. Inzwischen ist sogar dieser niedrige Wert noch einmal halbiert worden.
Und wie steht es mit Aktien? Nun, längst nicht mehr so gut wie vor einigen Jahren, aber dennoch bieten sie zumindest Perspektiven. Seine Geldanlage komplett neu durchzuwürfeln und komplett in Aktien zu investieren, ist jedoch auch nicht ohne Risiko. Womit wir beim eigentlichen Thema wären, wenn es um Geldanlagen geht.

Wie viel Risiko muss sein?

Wer in der heutigen Zeit über seine Geldanlage nachdenkt, muss sich Gedanken über die eigene Risikobereitschaft machen. Die klassischen Produkte geben schon seit Jahren keinen Anlass mehr zur Freude. Doch wer es mit dem Risiko übertreibt, handelt womöglich „mit Rosinen“. Denn Fachleute merken an, dass die Aktienkurse schon seit Längerem ein Eigenleben führen, das sich von der realen Wirtschaft entfernt hat. Diese Tatsache könnte zu Korrekturen am Aktienmarkt führen, die die Kurse beeinflussen.
Man mag als Leser auf Lösungen hoffen, die eine gesunde Mischung aus Risiko und Rendite als Empfehlung aussprechen. Und sicher ist da etwas dran. Die einzig wahre und ganz bestimmt funktionierende Strategie gibt es aber nicht, es kommt immer auf die individuelle Situation an. Das allerdings war vor 10 Jahren auch nicht anders.

Deshalb ist der Rat eines unabhängigen und neutralen Beraters, der ausschließlich Ihre Interessen vertritt gerade in dieser Zeit so wertvoll.

 

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