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Mischfonds: Gute oder gefährliche Mischung?

Sind Mischfonds womöglich die Lösung? Bieten sie auch in Zeiten niedriger Zinsen gute Gelegenheiten, aus seinem Ersparten mehr zu machen? Ja. Und womöglich auch nein, die Expertenmeinungen gehen da auseinander.

Das Prinzip von Mischfonds hat durchaus Charme. Je nach Marktlage entscheiden sich die beauftragten Fondsmanager, ob sie in Anleihen oder Aktien investieren. Das ist zwar nicht gänzlich risikolos, aber eben doch ein überschaubares Wagnis. Wohl auch deswegen haben sich deutsche Anleger in einem Umfang von insgesamt 220 Milliarden Euro in Mischfonds eingekauft. Doch Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Ein vermeintlich beruhigender Wert

Ob sich Kurschwankungen auf die Rendite auswirken, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Und davon, ob der Anleger darauf panisch oder gelassen reagiert. Mischfonds sind hier aber bisher ziemlich gut aufgestellt. Mit durchschnittlichen Kurschwankungen von 7,2 Prozent pro Jahr bieten sie einen insgesamt recht beruhigenden Wert. Doch diese Stabilität muss nicht von Dauer sein, fürchten zumindest Experten.

Wohin die Reise der Mischfonds geht

In die Zukunft kann wahrlich niemand schauen. Aber aus der Entwicklung der Vergangenheit und Tendenzen der Gegenwart lassen sich zumindest mögliche Kursentwicklungen herleiten. Da sind zum Beispiel die niedrigen Zinsen, die sich insbesondere auf Anleihen auswirken. Das macht aus Anleihen Papiere mit sehr niedrigen Zinsen, die sich teilweise sogar im Negativbereich bewegen. Eine großartige Rendite bieten diese Werte naturgemäß nicht.

Wenn Alternativen keine Alternativen sind

Die Tatsache, dass Mischfonds sowohl in Aktien als auch in Anleihen investieren, bringt zwar auf den erste Blick offenkundige Vorteile. Läuft eines nicht so gut, wird auf das andere umgeschichtet. Doch was passiert, wenn weder Aktien noch Anleihen steigende Werte anzeigen?
Nun, die Renditechancen sinken. Und da sich in den letzten Jahren die Phasen gehäuft haben, in denen Aktien und Anleihen sich schlechter als gedacht entwickelt haben, lohnt sich die Überlegung, in andere Varianten zu investieren.

Mit dem Blick fürs Detail

Mischfonds müssen sich nicht auf Anleihen und Aktien fokussieren. Es gibt auch andere Modelle, die denkbar sind. Zum Beispiel Mischfonds,die auf einem Absolute-Return-Konzept basieren. Oder auch Fonds, die nicht ausschließlich auf steigende, sondern auch auf fallende Aktien setzen.
Wichtig bei Mischfonds ist ein Verständnis für das Produkt an sich. Man sollte sich also genau mit der Materie beschäftigen, bevor man sich für das eine oder andere entscheidet. Auch der Fondsmanager spielt eine Rolle. Der kann nämlich ein glückliches oder weniger glückliches Händchen haben.
Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt sich ein externer Berater, der sich Markt und mögliche Mischfonds in aller Ruhe ansieht und analysiert.

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