Altersvorsorge, Finanzberatung, Finanzplanung
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Kassensturz: Erst der Überblick, dann die Altersvorsorge

Sparen fürs Alter, schön und gut. Über die Notwendigkeit darüber muss wohl in der heutigen Zeit kein Wort mehr verloren werden. Doch wie genau geht das eigentlich? Und wie viel „überflüssiges“ Geld steht Ihnen zur Verfügung?
Bevor Sie sich auf ein Anlageprodukt und eine Summe festlegen, ist ein Kassensturz sinnvoll. Und der ist komplexer als man denkt.

Wissen Sie, wie viel Geld Ihnen zum Sparen zur Verfügung steht? In welchem Verhältnis Ihre Einnahmen zu den Ausgaben stehen? Wie hoch sind Ihre Verbindlichkeiten und wie lange ist dieser Zustand konstant? Diese und weitere Fragen stellen sich die wenigsten Deutschen, wenn sie ihre Altersvorsorge planen wollen. Das kann sich rächen. Ein unabhängiger Finanzberater kann beim Kassensturz behilflich sein. Bestimmte Produkte, die er Ihnen verkaufen will, hat er dabei nicht im Hinterkopf, denn seine Arbeit beruht nicht auf Provisionsbasis.

Was ist drin im Topf?

Eigentlich klingt es einfach: Man sieht in den Finanztopf hinein, stellt fest, was sich darin befindet, zieht ab, was man ausgibt und erhält ein Ergebnis. Doch ganz so einfach stellt sich die Sache nicht da. Natürlich können Sie Ihre monatlichen Einnahmen einfach den Ausgaben gegenüberstellen, doch ein genaues Bild erhalten Sie so nicht. Zu Ihrer Betrachtung gehört beispielsweise ein Blick auf die gesetzlichen Rentenansprüche, die Sie bisher erworben haben. Die sehen Sie aber in Ihrem „Topf“ nicht, dafür müssen Sie sich die Schätzungen der Rentenversicherung ansehen, die Sie regelmäßig erhalten. Auch hier gilt es übrigens, Vorsicht walten zu lassen, denn mit den zum Teil sehr optimistisch geschätzten Zahlen können Sie keineswegs fest rechnen. Es sind nun einmal Schätzungen. Was nicht drin ist im „Topf“, spielt natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle. Sprich: Listen Sie Ihre Ausgaben für Kredite und sonstige Verbindlichkeiten auf.

Was gehört Ihnen schon?

Zum Kassensturz gehört auch eine Analyse der Anlagen, die sich bereits in Ihrem Besitz befinden. Hier werden nicht selten kleine Schätze zutage gefördert, die man gar nicht mehr auf dem Zettel hatte. Wie sieht es mit Vermögenswerten auf Ihrem Girokonto aus, auf Festgeldkonten oder Versicherungspolicen? Haben Sie vielleicht Gold gekauft oder vielleicht sogar noch Aktien oder Anleihen, an die Sie schon eine Weile nicht gedacht haben? Selbst kleinere Vermögen nehmen Einfluss auf das Gesamtbild. Nicht vergessen dürfen Sie selbstverständlich die Vorsorge, die Sie bereits betrieben haben. Eine Riester-Rente zählt ebenso dazu wie Rürup-Policen, Betriebsrenten oder Lebensversicherungen.

Unbekannte Größen

Ein paar unbekannte Größen gibt es natürlich auch noch (es gibt sie ja immer). Theoretisch können Sie zum Beispiel Ihr mögliches Erbe mit in Ihrer Berechnungen einbeziehen. Zu viel Gewicht sollten Sie diesem Wert aber nicht beimessen, denn der Lebensstil von Eltern oder Großeltern hat sich schon häufig plötzlich geändert. So kann es passieren, dass aus sparsamen Leuten reisefreudige Senioren werden, die noch einmal die Welt sehen wollen. Überflüssig zu erwähnen, dass sich dadurch die Erbmasse verringern kann.

Bleibt noch die Inflation. Natürlich ist ist schwierig, präzise vorherzusagen, wie hoch diese in – sagen wir – 20 Jahren sein wird. Dennoch wäre es falsch, sie vollständig bei der Betrachtung außen vor zu lassen. Ein professioneller Finanzberater wird Ihnen dabei helfen, die mögliche Inflationsrate realistisch mit einzubeziehen. So wie er Ihnen auch in allen anderen Fragen der Planung für einen komfortablen Ruhestand behilflich sein kann.

Was Ihre Altersvorsorge betrifft, könnte man sagen: Kein Höhenflug ohne Kassensturz.

 

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1 Kommentare

  1. Andi Hark sagt

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Aktien zählen sicherlich zu den rentabelsten Geldanlagen. Vor allem eine gezielte Aktienauswahl ist hierbei enorm wichtig. Nicht alle Aktien besitzen das gleiche Risiko, vielmehr gibt es risikoärmere bzw. –reichere. Je nach Investitionstyp und Vorhaben muss man hier selbst über das gewollte Risiko entscheiden. In den einzelnen Risikoklassen gibt es auch wieder gleiche Unternehmungen, welche grundsätzlich vollkommen verschieden sind. Aus diesem Grund versuchen Investoren mithilfe von gezielten Aktienkennzahlen, Unternehmungen vergleichbar zu machen bzw. deren Vorteile / Nachteile aufzuzeigen. Je nach Auslegung / Handelsstrategie wird man sein Augenmerk auf spezielle Kennzahlen richten. Beachtet man bei der Auswahl bestimmte selbst gestellte Kriterien so kann man mit Aktien nachthaltig Geld verdienen. Grundsätzlich stellen Aktien wahrscheinlich die beste und rentabelste Möglichkeit der langfristigen Geldanlage dar.

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