Beratung auf Honorarbasis, Finanzberatung, Versicherungen
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Honorarberatung – bringt das was?

In der unabhängigen Finanzberatung geht der Trend ganz klar in Richtung Finanzberatung auf Honorarbasis. Damit lassen sich viele Fallen und Verluste vermeiden, sie gibt es jedoch nicht umsonst. Der finanzielle Aufwand lohnt sich jedoch langfristig,  wie ich anhand einiger Beispiele aus der Praxis aufzeigen möchte.

Experten wie der Finanzwissenschaftler Prof. Dr. Andreas Oehler (Universität Bamberg) gehen von einem jährlichen Schaden von bis zu 50 Milliarden Euro aus, der durch Falschberatung oder mangelhafte Beratung entsteht. Dies wäre nicht notwendig, wenn sich Verbraucher im Vorfeld Ihrer Finanzentscheidungen richtig informieren würden und nicht nur auf die Werbeaussagen der Finanzindustrie vertrauen würden. Unterstützung, um die richtigen Finanzentscheidungen zu treffen, bekommen Sie bei einem unabhängigen Finanzberater, der ausschließlich auf Honorarbasis arbeitet. Einen geeigneten Berater in Ihrer Nähe finden Sie sicherlich auf der Homepage der Bundesweite Honorarberatung.

Nur auf die Kosten einer Finanzberatung auf Honorarbasis zu schauen, greift zu kurz, wie ich an den folgenden Beispielen erläutern möchte:

Fall 1 – Invaliditätsabsicherung:
Ein junger Akademiker hatte mehrere Versuche unternommen, über das Internet und Versicherungsvertreter eine passende Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abzuschließen. Abgeschreckt durch die hohen Abschlusskosten und die nicht Vergleichbarkeit der Angebote, wandte er sich schließlich an mich.

Zuerst wurde seine berufliche und familiäre Situation und die verschieden Möglichkeiten der Invaliditätsabsicherung beleuchtet. Wir haben herausgearbeitet, dass eine BU die beste Absicherung für Ihn wäre. Über einen neutralen Versicherungsvergleich wurde dann der passende Tarif ermittelt. Da dieser Tarif als Nettotarif, d.h. ohne Abschlusskosten abgeschlossen werden konnte, ergab sich folgender Kostenvorteil:

Beitragseinsparung über die gesamte Laufzeit des Vertrages ca. 6.213 Euro, Beratungskosten 1.026 Euro, ergibt eine Gesamteinsparung von
ca. 5.190 Euro.

Fall 2 – Kapitalanlage:
Ein Mandant wollte bei der Kapitalanlage sparen und hat sich bei einer Direktbank ein Portfolio aus Investmentfonds und ETFs selbst zusammengestellt. Durch eine falsche Risikoeinschätzung und unglückliche Zeitpunkte für Ein-und Ausstiege bzw. Fondswechsel hat er in zwei Jahren seine Anlagesumme von 100.000 Euro auf  78.000 Euro reduziert. Wir haben dann eine für Ihn passende Anlagestrategie (Risiko) zusammengestellt und nun schläft er wieder etwas ruhiger.

Fall 3 – Altersvorsorge:
Ein 45 jähriger Ingenieur, verheiratet, zwei Kinder, wurde seit seinem Studium von einem großen Strukturvertrieb beraten, als er zu mir kam, hatte er und seine Frau nicht weniger als dreiundzwanzig Altersvorsorgeverträge. Ältere Verträgen wurden über die Jahre durch „neuere und bessere“ Verträge ersetzt und die alten Verträge beitragsfrei gestellt. Die monatliche Beiträge beliefen sich trotzdem noch auf ca. 1.350 Euro. Durch die jährliche Dynamik (10 %), war er jetzt an der Grenze des finanziell machbaren angekommen. Erschwerend kam hinzu, dass er auch noch eine Finanzierung (vom gleichen Vertrieb) für das Eigenheim abbezahlen musste, die nur mit ein Prozent getilgt wurde. Durch die geringe Tilgung wäre das Eigenheim erst weit im Rentenalter abbezahlt.

Wir haben dann unter Einbeziehung der Betriebsrente und der gesetzlichen Rentenversicherung  die notwendige Altersvorsorge berechnet und die unrentablen und überflüssigen Verträge beitragsfrei gestellt, die monatliche Belastung für eine ausreichende Altersvorsorge hat sich auf ca. 600 Euro reduziert.

Aus einem Teil der unrentablen Fondgebunden Lebens- und Rentenversicherungen werden in den nächsten Jahren die Rückkaufswerte entnommen (trotz Verlusten) und die Darlehen für die Eigenheimfinanzierung zurückgeführt. Diese Maßnahme führt dazu, dass die Finanzierung bis 2015 von 211.000 Euro auf 85.000 Euro reduziert werden kann. Auch ist der Ingenieur vermutlich bis Mitte fünfzig schuldenfrei. Die freie Liquidität aus der Finanzierung könnte dann z.B. zur weiteren Altersvorsorge genutzt werden oder für das Studium der Kinder eingesetzt werden.
Dieser Fall zeigt sehr krass, was eine provisionsgetriebene „Finanzberatung“ anrichten kann.

 

Eine neutrale und professionelle  Finanzberatung bietet einfach mehr als der reine Produktverkauf. Am Anfang steht die Ist-Analyse und daraus wird der Finanzplan für den Mandanten entwickelt, der genau auf die beruflichen und familiären Verhältnisse abgestimmt ist. Auf der Basis seines individuellen Finanzplanes, ist der Mandant dann in der Lage die richtigen Finanzentscheidungen zu treffen. Ausführliche Informationen finden Sie auch auf meiner Homepage.

Der Aufwand für eine umfassende Finanzplanung lohnt sich, auch wenn es je nach Umfang einig tausend Euro kosten kann.

 

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