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Hinkende Aktienfonds: Europa kommt nicht hinterher

Die Studie des Indexanbieters S & P Dow Jones Indices hat es in sich. Sie kommt nämlich zu Schlüssen, mit denen man nicht unbedingt rechnen konnte. Von 2009 bis 2014 schafften es 98,5 Prozent der europäischen Fonds, deren Priorität US-Aktien sind, nicht, mit dem S & P 500 mitzuhalten. Ähnlich, wenn auch mit 81,5 Prozent nicht ganz so drastisch, sieht das Bild beim Vergleich von Europaaktienfonds und dem S & P Europa 350 aus. Und bei den Deutschlandaktienfonds hinken 71,3 Prozent S & P Germany hinterher.

Große Fonds sind Schwergewichte

Was wenig überraschend an der Studie ist: Zeigt sich ein großer Fonds dem Index hinterher hinkend, wirkt sich das weniger stark aus als lahmt ein kleiner Fonds. Berücksichtigt werden aber nur die hauseigenen Indizes. Speziell im Falle Deutschlands aber wäre das Hinzuziehen des DAX als Benchmark wichtig, um ein kompletteres Bild zu erlangen. Das führt durchaus zu Kritik an der Studie.
Doch es ist ein weiterer Punkt, der das Ergebnis ein wenig verschleiert. Denn S & P bezieht auch Fonds mit ein, die es längst nicht mehr gibt oder die mit anderen Portfolios verschmolzen wurden. Für S & P ist das kein Problem, denn, so der Anbieter, Anleger könnten schließlich bei ihrer Investition nicht wissen, ob es den Fonds später noch gebe. Ein vollständige Bild ergebe sich daher nur, wenn man in eine Analyse alle Produkte einbindet, die es zum Erstellungszeitpunkt gibt.

Bargeld lacht … nicht!

Der S & P 500 kann sich über schlechte Renditen nicht beklagen. In den letzten fünf Jahren legte er immerhin jedes Jahr um eindrucksvolle 19,5 Prozent zu. Bei den aktiv verwalteten US-Aktienfonds liegt der Wert mit 15,5 Prozent ein deutliches Stück darunter. Ähnlich schneiden die europäischen oder deutschen Aktien bei dem Vergleich des Index ab.
Eine Erklärung für die Unterschiede gibt es auch. Ein Index bildet bei seiner Wertentwicklung die Aktien eins zu eins nach. Dagegen benötigt ein aktiv verwalteter Fonds ein gewisses Maß an Barreserven. Das kostet naturgemäß nicht nur Geld, sondern geht eben auch auf Kosten der Rendite.

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