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Geldanlage: Das Märchen der „aktiven“ Fonds

Aktive Fonds – samt aktiver Fondsmanager – sind bei Anlegern ziemlich beliebt. Das hat jedoch weniger sachliche Gründe als psychologische. Den aktive Fonds sind letztlich auch nur eine Form der Geldanlage. Aber eben eine, die den Anleger ziemlich viel Geld kostet.

Die bestmögliche Rendite erzielen, das ist der Wunsch eines jeden Anlegers. Klar, dass Fondsmanager schnell „Gewehr bei Fuß“ bereitstehen, um genau das laut tönend zu verkünden: „Bei mir gibt es die besten Renditen überhaupt, denn ich biete Ihnen aktive Fonds!“
Der Anleger frohlockt, vertraut sein Geld dem Manager an und wundert sich später. Darüber, dass die Renditen so toll nun auch wieder nicht sind. Doch woran liegt das?

Der Fondsmanager und das liebe Geld

Meinen Sie eigentlich wirklich, dass ein Fondsmanager ausschließlich daran interessiert ist, Ihr Geld zu vermehren? Natürlich arbeitet er daran, keine Frage. Aber im Zweifel ist ihm selbstverständlich das Hemd näher als der Rock. Und dieser Rock, das sind Sie!
Doch das ist gar nicht der Punkt. Selbstredend soll auch der Fondsmanager verdienen, und zwar genug, um davon auch gut leben zu können. So lange auch für Sie genügend Ertrag übrig bleibt, ist das völlig in Ordnung. Doch es gibt einen Aspekt, der erschwerend hinzukommt.

Gebühren, wo man hinsieht!

Die Fondsgesellschaften haben mit der Installation der „aktiven Fondsmanager“ ein lukratives Geschäftsmodell geschaffen. Ein für sich selbst attraktive Modell. Denn über den wohlklingenden Begriff des Fondsmanagers, der sich „aktiv“ um Ihre Geldanlage kümmert, sind zahlreiche Gebühren konstruiert worden, die sich ganz konkret auf Ihren Ertrag auswirken. Nur dass aufgrund der Komplexität der Gebühren für Sie kaum die Möglichkeit besteht, sich in dem Zahlen-Dschungel zurechtzufinden.
Selbst vom Gesetzgeber geschaffene Rahmen, die die Transparenz erhöhen sollen, greifen kaum, der Anleger bleibt überfordert zurück.

Der Zeitrahmen macht’s, nicht der Fondsmanager

Kennen Sie diese Weisheit?
„Das Geld ist nicht weg. Es hat nur ein anderer.“
Was gleichermaßen schlicht und doch logisch klingt, trifft auch auf die Geldanlage zu. Wenn Sie in einen Fonds gewinnbringend investieren, wird jemand anderes Verlust machen. So läuft das nun mal, das ist kein Hexenwerk.
Das Geheimnis (wenn man es denn überhaupt so nennen will) liegt in der Qualität des Fonds, gepaart mit der Dauer, über die das Investment angelegt wird. Langfristige Geldanlagen erzielen nachweislich höhere Erträge als kurzfristige.
Natürlich kann ein guter Fondsmanager helfen, den Fonds zu organisieren. Abzüglich aller Kosten bleibt für den Sparer aber nicht viel übrig. Aktive Fondsmanager mag es geben. Ihre Aktivitäten sind allerdings in erster Linie auf das eigene Wohl ausgerichtet.

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