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Fondskosten: Alles wird teurer? Stimmt nicht!

Alles wird teurer. Die Brötchen beim Bäcker, Autos, Fernseher und die Kosten für die Geldanlage. Alleine die Abschluss- und Verwaltungskosten der Lebensversicherung schmälern die Erträge empfindlich. Bei Fondspolicen fällt auch einiges an, Abschlusskosten, Verwaltungskosten, interne Fondskosten und Ausgabeaufschläge. Aber es geht auch anders!

Der Teufel steckt im Detail! Fonds sind nicht gleich Fonds, man muss unterscheiden zwischen aktiv gemanagten und Indexfonds („Exchange Traded Funds“, kurz: ETF). Die aktiv gemanagten Fonds klingen nicht nur richtig wichtig, sie kosten auch entsprechend. Ob die Arbeit der Fondsmanager die Höhe der Kosten rechtfertigt, sei einmal dahingestellt, man könnte vielleicht als Kompromiss sagen: Mal so, mal so. Für den Anleger aber sind die Kosten seiner Geldanlage maßgeblich für den Erfolg seiner Investition. Daher sind ETFs durchaus attraktiv.

Günstig und leicht zu verstehen

ETFs sind Indexfonds, die den DAX und die darin vertretenen Unternehmen widerspiegeln. Ein Blick auf den DAX reicht also, um sich ein Bild über ETFs zu machen, denn steigt er, steigen auch ETFs. Die Kosten für diese Indexfonds betragen durchschnittlich 0,08 Prozent, das ist verglichen mit herkömmlichen Fonds, die bei im Schnitt 1,5 Prozent liegen, spürbar preiswerter. Gleichzeitig sind ETFs transparenter und leichter zu verstehen. Kein Wunder, dass sie immer beliebter werden.

Steigende Preise, fallende Preise

Wo Wettbewerb herrscht, da wird dieser nicht selten über den Preis entschieden. Traditionelle Fonds zeigen sich hier allerdings vielfach resistent gegenüber der Konkurrenz. Während die Kosten für ETFs kontinuierlich zurückgehen, legen herkömmliche Fonds seit einiger Zeit regelmäßig zu. Es scheint, als wollten die Verantwortlichen von aktiv gemanagten Fonds gar nicht unbedingt preisbewusste Anleger in ihren Reihen haben. Diese These wird unterstützt durch die Tatsache, dass die Kosten für institutionelle Anleger oft günstiger sind als die für private Investoren, und das, obwohl das Produkt identisch ist. Allerdings ist es auch gut möglich, dass die Preispolitik von aktiv gemanagten Fonds gewollt ist. Immerhin sind sie es häufig, die sich zunächst nach Indexfonds umsehen, wenn diese zu attraktiven Konditionen angeboten werden.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Kostenschraube in Zukunft drehen wird. Im Moment jedenfalls lässt sich feststellen, dass ETFs in Sachen Verständlichkeit und Preis gegenüber aktiv gemanagten Fonds punkten können.

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