Altersvorsorge, Beratung auf Honorarbasis, Finanzplanung
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Finanzplanung: Nur ein Luxus für die Reichen?

Sparkassenberatung kann jeder kriegen, Finanzplanung dagegen können sich nur die leisten, die reichlich finanzielle Mittel in der Hinterhand haben. Diese Meinung ist weit verbreitet. Das macht sie aber nicht richtiger, denn Finanzplanung kann jedem helfen.

Financial Planning. Man ahnt bereits, dass der Begriff aus den Vereinigten Staaten kommt. Dort gibt es ihn schon seit über 60 Jahren, doch hierzulande ist er kaum bekannt. Und selbst wenn, dann wird er meist fälschlich interpretiert. Um das zu verstehen, muss man ein wenig Hintergrundwissen erlangen. In den USA, wo die gesetzliche Rente nicht wie hier in Deutschland geregelt ist, war schon früh klar, dass die Planung der Finanzen ohne professionelle Hilfe nur schwer möglich ist. Financial Planning konnte sich daher leichter etablieren. In Deutschland dagegen hält sich die Annahme, Finanzplanung sei nur etwas für alle jene, die Immobilien besitzen oder große Beträge aus der Portokasse zahlen könnten. Doch weder sind für die finanzielle Planung sechs- oder gar siebenstelligen Beträge nötig. Noch kostet ein professioneller Finanzplaner ein Vermögen.

Finanzplaner arbeiten ganzheitlich

Es wäre zu hoffen, dass das Image der Finanzplanung weg kommt von der irrigen Annahme, sie sei nur etwas für die „Oberen Zehntausend“. Entscheidend ist nicht der finanzielle Hintergrund der Menschen, die Struktur in ihre Finanzen bringen wollen. Entscheidend ist alleine die Motivation, sämtliche Aspekte ganzheitlich zu betrachten.
Schon hier begegnen wir oft dem ersten Denkfehler, denn allzu häufig wird angenommen, die Finanzplanung beschränke sich auf Immobilien oder andere größere Werte. Zudem wird meist unterstellt, es handele sich um eine rein betriebswirtschaftliche Aktivität, die Firmen und Unternehmen vorbehalten ist.
Das Gegenteil ist der Fall. Ganzheitlich meint nicht, dass nur die „ganz großen Fische“ in den Genuss einer umfassenden Beratung kommen. Sondern dass möglichst viele Aspekte des Lebens berücksichtigt werden. Letztlich beginnt es bei der Haftpflichtversicherung und endet bei der Todesfallabsicherung. Doch hier sind wir auch schon bei dem nächsten Missverständnis.

Daten, Date, Daten …

Das besagte Missverständnis beruht auf der Annahme, das Erheben von Daten diene ausschließlich der Informationssammlung. Und womöglich der Analyse darüber, wo beim Kunden die größte Provision herauszuholen ist. Der Verdacht liegt zwar nahe, ist jedoch im Falle der Finanzplanung ungerechtfertigt. Das hat einen ganz einfachen Grund: Finanzplaner bekommen keine Provision, sie arbeiten nach einem vorher verabredeten Preis. Financial Planner haben also nichts davon, die erhobenen Daten als Grundlage für Provisionen zu betrachten. Sie analysieren lediglich die finanzielle Lage ihrer Klienten und raten ihnen dann zu entsprechen Handlungen.

Womöglich hätten wir in Deutschland heute schon viel mehr Financial Planner, wenn Norbert Blüm in den 1980er Jahren nicht seinen Satz „Die Rente ist sicher“ zum Besten gegeben hätte. Denn genau der ließ damals eine Sicherheit bei den Deutschen entstehen, die es längst nicht mehr gibt.
Man muss dem guten Norbert Blüm allerdings zugute halten, dass er damals nicht einmal ansatzweise ahnen konnte, was die nachfolgenden Generationen von Politikern aus der gesetzlichen Rente machen würden.

Wie eine ganzheitliche Finanzplanung im Detail funktioniert, können Sie sich hier ansehen.

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