Beratung auf Honorarbasis, Finanzberatung, Finanzplanung, Private Finanzplanung
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Finanz- und Vermögensplanung: Was steckt dahinter?

Finanz- und Vermögensplanung: Was steckt dahinter?Finanz- und Vermögensplanung, das klingt erst einmal gut. Und wenn man den Begriff einen Moment sacken lässt, kommt man unweigerlich zum Schluss, dass das doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit für Finanzberater sein sollte. Doch dahinter stecken durchaus Tücken. Wer Sie erkennt, kann mit dem Instrument des „Financial Planning“ jedoch sehr gute Ergebnisse erzielen.

Lieschen Müller sitzt mit ihrem Finanzberater am Tisch. Sie hat Kaffee und Kuchen aufgefahren und hofft, mit ihrer Vermögensplanung endlich weiter zu kommen. Doch der Berater gegenüber, der nicht aufhört zu betonen, wie ausgezeichnet der Kuchen ist, hat nicht vor, Lieschen Müller wirklich zu beraten. Er hat die „Lösungen“ längst in der Tasche und überbrückt seine Präsentation bis zur Vorstellung mit ein wenig Plauderei. Mit Finanzplanung oder „Financial Planning“ hat diese Praxis jedoch nichts zu tun. Sie geht sogar völlig an der eigentlichen Idee vorbei. Schade, dass Lieschen Müller das nicht weiß.

Financial Planning: In den USA ein beliebtes Instrument

Financial Planning gibt es schon eine ganze Weile, wenn auch nicht in Deutschland. Aus den USA stammend, entstand das Prinzip bereits in den 1960er Jahren. Zuvor gab es zwar bereits Finanzplanung, allerdings vornehmlich für Unternehmen. Bis die Finanz- und Vermögensplanung den Weg nach Deutschland fand, sollte noch eine Weile vergehen, und zunächst waren es auch nur wenige Berater, die sich auf diese Form der Dienstleistung spezialisierten. Inzwischen gibt es rund 1.500 Finanzplaner in Deutschland, allerdings weit mehr, die sich als solche bezeichnen. Ihnen fehlt jedoch meist nicht nur die fachliche Qualifikation, wie beispielsweise „Certified Financial Planner“. Sie verfügen darüber hinaus nicht über die Instrumente der objektiven Beratung, weil sie bestimmten Produkten verpflichtet sind. Da die Idee der Finanzplanung aber einem ganzheitlichen Ansatz folgt, muss man hier ganz klar die Spreu vom Weizen trennen.

… und was genau ist das jetzt, Finanz- und Vermögensplanung?

Wie schon bei Unternehmen geht es auch bei der privaten Finanzplanung darum, den Haushalt präzise und unter Berücksichtigung aller finanzieller Aspekte zu betrachten und zu bewerten. Nicht umsonst spricht man im Zusammenhang mit Finanz- und Vermögensplanung auch vom „Unternehmen Privathaushalt“. Zwar ist es nicht nötig, Bilanzen zu analysieren, die gibt es schließlich selbst in den am besten organisierten Haushalten nicht. Aber man ahnt schon, dass Finanzplanung weit mehr ist als der flüchtige Blick auf das Haushaltsbuch.
Die Herausforderung für den Berater und den Kunden besteht darin, die finanzielle Lage möglichst lückenlos zu dokumentieren und ein Gesamtkonzept zu erstellen. Eine exakte Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben gehört genauso dazu wie unterschiedliche Ansätze der Lösung. Die persönliche Situation, die Perspektive und die Bereitschaft, (k)ein Risiko einzugehen, müssen in die Arbeit einfließen.

Welche Ziele hat die Finanzplanung?

Finanz- und Vermögensplanung ist ein umfangreiches Unterfangen, bei dem der Berater bis in kleinste Details vorstößt. Die wesentliche Ziele sind jedoch die folgenden:

  • Der erarbeitete Lebensstandard soll gesichert, gesteigert und somit optimiert werden.
  • Die Liquidität soll auf einem möglichst hohen Niveau gehalten werden.
  • Mögliche Versorgungslücken sollen zunächst ermittelt und dann geschlossen werden.
  • Vorhandenes Vermögen soll unter bestimmten Aspekten erhalten und vermehrt werden. Dies kann unter der Berücksichtigung   steuerliche Faktoren geschehen, aber auch unter Beachtung der konzeptionellen Verbesserungen.
  • Mit einfließen kann – je nach individuellen Rahmenbedingungen – auch die Optimierung der Erbschaftsregelung.

Finanz- und Vermögensplanung ist nichts, was nicht hinterfragt werden sollte, im Gegenteil! Da viele Verkäufer versuchen, auf den Zug aufzuspringen, ist es umso wichtiger, den fachlichen Hintergrund abzuklopfen.
Lieschen Müller wäre mit einem Honorarberater sicher besser bedient als mit dem Berater, der sich an ihrem Kuchen gütlich gemacht hat.

 

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