Beratung auf Honorarbasis, Finanzberatung, Finanzplanung
Schreibe einen Kommentar

Financial Planning: Ganzheitliche Beratung (Teil 1)

Im ersten Teil unserer Beschäftigung mit Financial Planning (Finanzplanung) wollen wir uns mit dem Prinzip der Finanz- und Vermögensplanung auseinandersetzen. Im folgenden zweiten Teil wird es dann um die Geschichte dieses Beratungsprinzips gehen und um Fallstricke, auf die man achten sollte.

Was verbirgt sich hinter Financial Planning? Wie ist die Beratung aufgebaut? Was unterscheidet sie von anderen Ansätzen? Und wo liegen die konkreten Chancen der Finanz- und Vermögensplanung? Diese und weitere Fragen sollen hier erörtert werden.

 Das „Unternehmen Privathaushalt“

Eine Finanzberatung sieht nicht selten so aus: Der Kundenbetreuer macht mit seinem Kunden ein wenig Small Talk, überfliegt seine finanzielle Situation und zaubert eine Hochglanzbroschüre aus dem Hut, die die Lösung für alle finanziellen Probleme des Kunden zu sein scheint. Dieses zugegebenermaßen leicht überspitzte Bild mag nicht komplett sein, es gibt aber die Qualität vieler vermeintlicher „Beratungsgespräche“ recht gut wieder.
Financial Planning, das ursprünglich aus den Vereinigten Staaten kommt (dazu mehr in Teil 2) verfolgt einen anderen Ansatz. Vergleichbar mit einem Unternehmen wird gewissermaßen eine Bilanz für den Privathaushalt erarbeitet, die sämtliche Faktoren berücksichtigt. Dabei geht es weit über die finanzielle Analyse hinaus, hinzukommen rechtliche Aspekte sowie die familiäre und persönliche Ausgangslage. Wie bei der Bilanzierung auch gehören Begriffe wie Liquidität, Gewinn- und Verlustrechnungen, Vermögen, Bilanzen und unter Umständen die Erbschaftsplanung zu einem Gespräch der Finanz- und Vermögensplanung.

Wie es geht

Bei Financial Planning geht es vorrangig um Datenerfassung. Das klingt trocken, ist aber wichtig, um später eine maßgeschneiderte Lösungsmöglichkeit anbieten zu können. Nur wenn alle Faktoren berücksichtigt werden, ist eine umfassende Analyse möglich. Der Datenerfassung folgen eine Auswertung, die regelmäßige Dokumentation und später dann periodische Kontrollen hinsichtlich eventueller Veränderungen der Gesamtsituation.
Zum Punkt der Ganzheitlichkeit: Finanzberatung bedeutet nicht selten, den Fokus auf einzelne Bereiche zu richten. So mag es durchaus wichtig sein, sich um Geld,- Wertpapier- oder Realvermögen zu kümmern. Lässt man jedoch Versicherungen, Schulden, künftige Ein- oder Auszahlungen und unter Umständen Erbschaften außen vor, bringt die Beratung nur teilweise etwas. Der ganzheitliche Ansatz von Financial Planning bezieht alle Faktoren mit ein und leistet so eine umfassende Analyse der persönlichen Situation.

Was es bringt

Wohl erst, wenn man es selbst einmal gemacht hat (oder besser: hat machen lassen), wird deutlich, wie hilfreich eine ausgiebige Analyse der eigenen Situation ist. So mögen wir noch einen Überblick über unser Girokonto haben, vielleicht wissen wir auch, wie der Vertrag unserer Kapitallebensversicherung im Groben aufgebaut ist. In die Tiefen der eigenen finanziellen Situation tauchen wir meist jedoch nicht ein. Das erscheint vielleicht merkwürdig, ist aber doch nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass im Laufe der Jahre immer mehr hinzukommt.
Financial Planning hat drei Funktionen. Zunächst einmal geht es um die Übersicht und Ordnung der eigenen Finanzen. Dann kommt die Optimierung. Und zum Schluss die regelmäßige Kontrolle über das, was man macht. Ganzheitliche Beratung heißt hier auch, nicht auf eine Lösung zu setzen, die gegenwärtig optimal ist, sondern stetig die Entwicklungen zu beobachten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Im zweiten Teil wird es neben der Herkunft von Financial Planning um die konkreten Ziele gehen und wie diese sich am besten umsetzen lassen.

 

Wie gefällt Ihnen dieser Beitrag?
Danke!Vielen Dank!Das war interessant!Das war nützlich und gut!Sensationelle Information! (Noch keine Wertung)

Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.