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Die eigene Immobilie: Ein sehr spezieller Fall

Die eigene Immobilie: Ein sehr spezieller Fall

In Berlin ist der Teufel los! Aber nicht nur dort. Wohin Sie auch blicken, Sie werden feststellen, dass die Immobilienpreise sich teils in schwindelerregenden Höhen bewegen. Da kann es schon passieren, dass für eine Eigentumswohnung, die Ihnen monatlich 1.000,- Euro Kaltmiete einbringt, ein Kaufpreis von weit mehr als 600.000,- Euro verlangt wird. „Das haben Sie ganz schnell wieder ‚reingeholt“, mag manch enthusiastischer Makler Ihnen dann sagen. Doch ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht.

Der Hauskauf ist eine Investition, die gut durchdacht sein sollte

Bringen wir es einmal ganz unverblümt auf den Punkt: Immobilienverkäufe bringen Maklern einen ganz schönen Batzen Geld ein. Da verwundert es kaum, wenn von ebendieser Berufsgruppe gern zu einem Immobilienkauf geraten wird. Doch ganz so blauäugig sollte man an die Sache nicht herangehen. Zunächst einmal steht die Frage im Raum, ob das Haus selbst bewohnt sein soll oder als Investment betrachtet wird. So oder so: Der Kredit für die Finanzierung sollte so gering wie möglich gehalten werden, damit die Immobilie spätestens zum Rentenbeginn abgezahlt ist. Nehmen wir das oben genannte Beispiel heißt das, möglichst viel Eigenkapital mitzubringen. Zudem ist die Verbindung von hohem Kredit mit niedriger Tilgung Gift für die eigene Kalkulation. Da die Anschaffung eines Hauses eines große Anschaffung ist – vielleicht die größte überhaupt im Leben -, ist eine umfassende, unabhängige Beratung (zum Beispiel durch einen Honorarberater) unbedingt angeraten.

Die Sache mit den Zinsen

Die Zinsen sind derzeit auf einem Niveau, das Sparer zur Verzweiflung bringt, all jenen, die einen Kredit aufnehmen wollen, aber ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Doch wenn man nicht aufpasst, gefriert das irgendwann. Läuft in 10 Jahren die Zinsbindung aus, kann sich die Situation gänzlich anders darstellen. Höhere Zinsen führen nicht nur zu stärkeren monatlichen Belastungen für den Kreditnehmer. Sogar der Wert des Hauses kann indirekt sinken, weil durch steigende Zinsen das Interesse an Immobilien nachlässt. Das führt zu weniger Nachfrage und dementsprechend eher Problemen, wenn man das Haus doch noch wieder loswerden will.

Halten wir fest …

Eine Immobilie zu erwerben, ist nicht gleichzusetzen mit absoluter Sicherheit. Man muss darauf achten, die Zinsen so niedrig wie möglich zu halten und auch nach Ablauf der Zinsbindung sind Vergleiche unabdingbar, um auch bei der Anschlussfinanzierung nicht auf zu dünnem Eis zu sein. Möglichst viel Eigenkapital macht jede Immobilienfinanzierung langfristig günstiger. Und ob die Immobilie selbst bewohnt oder als Kapitalanlage genutzt werden soll, macht einen zusätzlichen Unterschied aus.
Darum ist eine gründliche Analyse und Beratung unverzichtbar. Auch im Zeitalter von niedrigen Zinsen.

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