Beratung auf Honorarbasis, Finanzscheinwelt
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Anlagebetrug nimmt zu: Das Geschäft mit der Angst

Wirtschaftskriminalität war immer schon ein Problem, mit dem sich Staat, Polizei und Justiz herumschlagen müssen. Doch in letzter Zeit ist speziell der Betrug in Sachen Geldanlage zu einem Fall geworden, der Beachtung verdient. Denn die Gründe betreffe viele, fast jeder kann in die Falle tappen.

Erst die gute Nachricht: Die Zahl der Wirtschaftsdelikte ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Und jetzt kommen gleich zwei weniger gute Nachrichten. Denn trotz eines Rückganges der kriminellen Taten ist doch die Summe der Schäden ein wenig nach oben geklettert. Man könnte also sagen: Wenn schon Betrug, dann richtig. Die zweite schlechte Nachricht: Betrugsfälle bei der Anlageberatung nehmen in letzter Zeit kontinuierlich zu. Das hat Gründe, die mit der wirtschaftlichen Gesamtlage zusammenhängen.

Niedrige Zinsen, hohes Kriminalitätspotenzial

Was macht man am besten, wenn die Zinsen auf einem historisch niedrigen Niveau sind? Man sucht sich bei der Geldanlage Alternativen. Das allerdings ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Letztlich kochen alle Anbieter nur mit Wasser, und auch wenn es bessere und schlechtere Finanzkonstruktionen gibt, hohe zweistellige Renditen sind derzeit eher unrealistisch. Doch viele Anleger wollen sich mit dieser Tatsache einfach nicht abfinden. Sie sind die optimale Zielgruppe für Betrüger, die richtig hübsche Hochglanzbroschüren haben. Hinter denen versteckt sich aber oft der Abgrund. Was folgt, sind Ernüchterung und herbe Verluste, bis hin zum Totalverlust.

Hoch gepokert, tief gefallen

Wenn gar nichts geht, Immobilien gehen immer. Das dachte sich wohl auch die Immobilienfirma S & K, die ihren Kunden traumhafte Renditen versprach. Allerdings handelte es sich weniger um ein seriöses Geschäftsmodell als vielmehr um ein Schneeballsystem, das letzten Endes grandios in sich zusammenbrach. Tausende Anleger waren mit einer vermeintlich „sicheren“ Geldanlage gegen die Wand gefahren. Die Tatsache, dass die Verantwortlichen festgenommen wurden, dürfte den Verlust kaum abfedern.

Grauer Finanzmarkt und nebulöse Zahlen

Der sogenannte „Graue Finanzmarkt“ rückt immer weiter in den Fokus von Ermittlern, jedoch auch von Kunden, die sich dessen nicht bewusst sind. Sie erliegen nicht selten den verlockenden Angeboten und müssen später ein böses Erwachen hinnehmen. Da dieser Finanzmarkt kaum reguliert ist, entstehen wilde Auswüchse von Geldanlagen,die sich später als von krimineller Energie angetriebene Motivation herausstellen. Eines von zahlreichen Beispielen sind Produkte mit Genussrechten. Zwar erhalten die Anleger solcher Papiere die Aussicht auf Gewinnbeteiligungen. Mitspracherecht haben sie aber nicht, und wenn das Unternehmen pleite geht, steht den Anlegern kein Cent zu. Ein recht bekanntes Beispiel ist der tiefe Fall des Windenergieunternehmens „Prokon“.
Man kann übrigens davon ausgehen, dass die Zahl derer, die Anlagebetrug erliegen, deutlich höher ist als bekannt. Das hat einen einfachen Grund: Viele der Geprellten gehen gegen die Übertäter nicht vor. Teils aus Angst, denn im schlimmsten Fall agieren die Betrüger so effektiv, dass eine Anzeige keinerlei Erfolgsaussichten hätten. Teils aber auch aus Scham. Denn wer möchte sich schon als jemand outen, der auf einen Betrug hereingefallen ist?

Deshalb ist der Rat eines unabhängigen und neutralen Beraters, der ausschließlich Ihre Interessen und auf Honorarbasis arbeitet vertritt gerade in dieser Zeit so wertvoll.

 

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